24.05.2020

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Ich muss mich heute nochmals melden, weil es einfach zu offensichtlich ist und ich sonst platzen würde. Vor ein paar Tagen wurde die Beschränkungen wieder ein Stück weit zurückgefahren. Man darf wieder Kirchen besuchen, was für den ein oder anderen eine echte Zumutung war dies nicht zu dürfen, und man darf zumindest im Freien wieder ein Restaurant besuchen. Im ein oder anderen Bundesland darf man sogar schon wieder auch Indoor sitzen. Natürlich ist das nicht jedem Recht. Es wird dadurch eine Normalität hergestellt oder vorgegaukelt, die es ja auf keinen Fall geben darf. Deshalb gab es in den letzten Tagen gleich einmal folgende Meldungen.

Einfach auf das Bild klicken und ihr kommt zum entsprechenden Bericht. Auch das folgende wurde fast gleichzeitig gemeldet.

Der Vorfall in Leer ist zwar schon ein paar Tage her, aber es passte trotzdem gut dies erst jetzt zu melden. In der ersten Meldung hat man dann auch versäumt darauf hinzuweisen, dass der Vorfall nicht im Normalbetrieb passierte. Eine private Party war der Auslöser, aber immerhin es reichte um Unsicherheit zu streuen.

Auch der Artikel mit dem Kirchenbesuch passt in diese Linie. Unsicherheit in diesen Zeiten scheint sehr wichtig zu sein. Wo käme man auch hin, wenn man mit Fakten operieren würde.

Was mich in diesem Zusammenhang immer verwundert. Kaum sind Kirchenbesuche wieder erlaubt, gibt es einen Vorfall von "Ausbrüchen" in einer Kirche. Habt ihr jemals etwas von einem Ausbruch in einem Supermarkt gehört. Dort ging von Beginn an jeder und jede hin. Dort wurde auch von Beginn an zwar mit Abstandsregeln aber ohne Mundschutz agiert. Mittlerweile gelten diese Vorschriften zwar, aber viele Wochen lang eben nicht. Habt ihr jemals etwas von einem Coronaausbruch bei REWE, Edeka, Lidl, Aldi oder Penny-Markt gehört?

Nein, niemals! Dort scheint der Hort der Unansteckbaren zu sein. Wäre noch einer toller Titel für einen Blockbuster. DIE UNANSTECKBAREN!!!

Also warum jetzt genau zu diesem Zeitpunkt diese Meldungen? Wie so oft man weiß es nicht. Aber darüber nachdenken, ist aus meiner Sicht ja trotzdem erlaubt. Sich seine Gedanken zu machen, ebenfalls.

Aber wir wollen nicht undankbar sein. Es gibt durchaus auch andere Meldungen, die wiederum zumindest teilweise in die andere Richtung tendieren. Wie z.B.

Kaum zu glauben, gab es ein solchen Artikel tatsächlich auf stern.de. Ein kleiner Auszug daraus gefällig:

Der Autor Marko Kolanovic behauptet, die Regierungen seien durch "fehlerhafte wissenschaftliche Arbeiten" dazu verleitet worden, den Lockdown zu verhängen, der "ineffizient oder zu spät" gekommen sei und insgesamt wenig Wirkung zeigte. Das Problem an dem Herunterfahren des gesellschaftlichen Lebens sei, dass diese Maßnahme extreme Nebenwirkungen für die Wirtschaft mit sich bringe.

Natürlich konnte man sich nicht verkneifen in den Bericht die Zeilen "der Autor behauptet" einzubringen. Und natürlich endet dieser auch mit der Bemerkung, genaueres werden wir erst in einigen Jahren wissen. Ist damit der Lockdown schon wieder gerechtfertigt, weil man ja nicht weiß ob er wirklich negativ war? Meine Antwort darauf ist eindeutig.

Nein, er war nicht gerechtfertigt!

Ich gestehe noch ein, wenn man in der Verantwortung ist, dann ist eine solche Entscheidung, mit weitreichenden Folgen, schwieriger als vor dem Bildschirm zu fällen. Alleine aus diesem Grunde und weil es irgendwie die ganze Welt machte, außer Schweden und Japan, sehe ich es noch ein den Lockdown im März zu verkünden. Aber spätestens als klar war, dass das Infektionsgeschehen sich genauso wie eine Infektionen innerhalb der Grippesaison verhält, hätte man schneller und effektiver die Beschränkungen wieder aufheben müssen. Punkt!

Warum man dies nicht getan hat? Das wird dann tatsächlich erst mit einigen Abstand in ein oder mehreren Jahren herauszufinden sein oder vielleicht gar nie. Darauf würde ich wetten, wenn ich wetten würde. Toller Satz, ich bin ein klein wenig stolz darauf.

Kommen wir noch zu ein paar Bildern und Fakten, die meine These untermauern und auf die ich ein weiteres Male hinweisen möchte. Den kompletten, immer wieder upgedateten Bericht findet ihr hinter dem Link.

Warum ich den Bericht so oft verlinke? Weil er was seine Vorhersagen betrifft, bisher äußerst korrekt und konkret war und weil dies weder beim RKI noch bei Hr. Drosten der Fall war. Ihre Vorhersagen haben sich zum größten Teil als Quatsch herausgestellt und dies nicht zum ersten Male innerhalb einer Pandemie. Bereits 2009 sind sie damit unangenehm aufgefallen. Das aber nur am Rande und um das zu hinterfragen, sollte sich jeder einmal selber Gedanken machen.

Kommen wir jetzt zu einigen Fakten, basierend auf Zahlen des RKI:

Diese Grafik zeigt die Anzahl der Infizierten im Verhältnis zur Anzahl der Tests. Es gab nie eine exponentielle Entwicklung der Infizierten. Man zeigte immer nur die Gesamtanzahl der Infizierten und versteckte die Anzahl der Tests in irgendwelchen Berichten auf Seite drölfzig, wo es keinen mehr interessierte bzw. die Mehrheit nicht hinblicken würde. Die Medien spielten mit und versuchten ihrerseits die Gesamtzahlen nicht zu hinterfragen, sondern verbreiteten lieber Panik. Ist sowohl für die Auflagen, als auch für die Klickzahlen erheblich besser.

Passend hierzu auch dieses Bild. Mittlerweile gehen die Infizierten pro Woche massiv zurück, obwohl die Anzahl der Tests ausgeweitet wird und obwohl die Ausgangsbeschränkungen und Lockdowns gelockert worden sind. Alle diesbezüglichen Unkenrufen zum Trotz machen die Zahlen einfach nicht das was sie sollen. Statt zu steigen, fallen sie immer weiter. Passend auch hierzu die folgende Meldung: Link

Gesundheitsminister Spahn will, dass deutlich mehr Menschen auf das Coronavirus getestet werden.

Ich gebe zu, die Darstellung des Bericht ist nicht ganz fair. Mr. Spahn will v.a. die Tests in Pflegeheimen und Altersheimen ausweiten. Wäre es aber nicht gleich zu Beginn der Pandemie gut gewesen dies zu tun? Jetzt Ende Mai und mit dem natürlichen Abklingen der Coronaviren im Hintergrund, ist dies eventuell nur Kosmetik.

Soll sich jeder seine eigenen Gedanken darüber machen. Die Frage bleibt ja trotzdem waren bzw. sind im Augenblick die Einschränkungen des Lockdowns immer noch vertretbar. Schauen wir uns einfach mal die Sterbezahlen pro Woche in Deutschland im Verhältnis an:

Wenn also dieses Jahr der Lockdown aus den vorliegenden Gründen gerechtfertigt war, was wäre er dann im Jahre 2018 gewesen?

Warum wurde damals kein Lockdown verfügt?

Warum hat man damals die Menschen einfach sterben lassen?

Was war dieses Jahr so anders? Weshalb wurde genau das Jahr 2020 auserkoren das Jahr des Lockdowns zu werden?

Und warum kann man es deshalb den Menschen, die noch eigene Gedanken haben, nicht verdenken diese auch z.B. bei Demonstrationen zu zeigen?

Und warum hat dies mit Verschwörungstheorien so überhaupt gar nichts zu tun? Warum wird man, wenn man selber Fragen stellt und selbstständig denkt, in diese Ecke verfrachtet? Nur weil sich bei ein paar Menschen die Hirnwindungen zu weit drehen? Das ist ja nicht die Mehrheit.

Nochmals möchte ich auf ein paar Todesursachen zurückkommen, die uns jedes Jahr beschäftigen und wegen denen bisher niemand auch nur einmal sein Haus nicht verlassen hat.

Nehmen wir die spanische Grippe einmal aus. Ein extrem gefährlicher Virus traf auf eine durch den Weltkrieg ausgemerckelte Bevölkerung.

Aber schaut euch einfach einmal die Anzahl der Krankenhausviren bzw. der Anzahl der Menschen mit den damit verbundenen Infektionen in Deutschland pro Jahr an. Hat das bisher in der Politik jemand gestört oder wurde da nur einmal versucht diese Anzahl zu reduzieren? Wir sprechen hier von 20 - 30.000 Tote jedes Jahr.

Den Rest könnt ihr selber lesen. Ich will nur Gedanken anregen. Man sollte nicht alles was einem vorgelegt wird ungefiltert nachplappern. Macht euch eure eigenen Gedanken. Wie ich schon einmal schrieb, wenn ihr danach der Meinung seit, Nein, das was die Politik gemacht hat war schon richtig, dann bin ich damit einverstanden. Aber ich will Fakten sehen und keine verdrehten Zahlen.

Eine Meldung von gestern stimmt mich irgendwie positiv. Scheint jemand ernsthaft nachzudenken, ob er seinem Volk das noch weiter zumuten will. Natürlich bekommt er mittlerweile schon ziemlich Feuer (Link). Ich hoffe er bleibt standhaft. Natürlich ist Hr. Dr. Lauterbach bei den Kritikern ganz vorne. Alles andere hätte mich auch sehr erstaunt.

Ausgerechnet Thüringen, wird da wohl mancher sagen. Aber sei es drum. Bodo Ramelow wurde ja erst gewählt und ist daher nicht unbedingt in der Not auf die nächste Wahl zu schielen. Da es sich um einen Live-Ticker handelt wird die Meldung bald wieder verschwunden bzw. schwer zu finden sein. Deshalb die Zusammenfassung hier:

Ministerpräsident Bodo Ramelow hat angekündigt, die landesweiten Corona-Vorschriften bald aufzuheben – und dafür bereits ein Datum im Blick.

Sind wir mal gespannt, ob er standhaft bleibt oder doch noch von seinen Ministerpräsidentenkollegen "umgestimmt" wird.

Weil auch eines ist wie es immer war und immer sein wird. Ein Politiker schaut vor allem auf seine Wahlchancen und letztendlich sind nächstes Jahr im Herbst Wahlen im Bund. Im Moment scheint die Sonne der CDU/CSU geradezu aus dem Wertesten heraus.

Schon alleine deshalb wird man in der Union das Ende der Pandemie nicht herbeisehnen und es noch ein wenig am köcheln lassen. Ihr wisst ja:

Bevor es keinen Impfstoff gibt, kann es keine Normalität geben

Ein Mantra das immer und überall beschworen wird. Das Thema Impfstoff ist aber einen eigenen Eintrag wert. Nur soviel, der Impfstoff gegen Influenzaviren hat eine Erfolgsquote in guten Jahren von max. 50% (Quelle RKI). In schlechten Jahren deutlich darunter. Das heißt, man ist nur knapp gegen die Hälfte aller Viren bei Impfung immun.

Das sollte man einmal sacken lassen.

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