18.10.2019 - Going home

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Heute ist es soweit. Unser Urlaub in Cornwall und Restengland neigt sich dem Ende zu. Ein letztes gemeinsames Frühstück mit unserem Sohn. Dann setzte er sich in sein Auto und verschwand im Großstadt-Getümmel. Junge, fahr bloß links.

Übrigens das Bild oben zeigt unsere Ferienwohnung in Coventry. Die Vermieter hatten das Dach ihrer Garage ausgebaut und daraus ein wirklich schnuckelige Zweizimmerwohnung mit Bad gezaubert.

Wir packten unsere restlichen sieben Sachen. Was esstechnisch zu viel war verschwand eh schon vorher im Kofferraum unseres Sohnes. Der Rest an Gepäck hatte locker Platz im Volvo. Wir fuhren gen Süden. Weil wir am ersten Tag so geschwärmt hatten vom Hythe Imperial Hotel in Hythe buchten wir ein weiteres Mal. Auch dieses Mal war die Nacht von Freitag auf Samstag mit 72 EUR durchaus günstig. Nur Interesse halber hatten wir nachgeschaut was die Nacht von Samstag auf Sonntag kosten würde. Leider wurde uns gestern Abend nichts mehr angezeigt. Es war ausgebucht. Wahrscheinlich eine Hochzeit oder irgendeine sonstige Veranstaltung. Aber mit 72 EUR geben sie sich wahrscheinlich am Wochenende eher nicht zufrieden.

Was fällt einem bei einer Fahrt von Mittelengland nach Südengland an London vorbei auf. Als erstes, die Insel ist grün. Außer grün sieht man auch nichts. Die Autobahn ist links und rechts begrünt. Ist sie in Deutschland ja auch. Also nichts ungewöhnliches. Wer auf Autobahnen durch ein Land fährt, sieht von diesem Land nicht allzu viel. Deshalb wenn man ein Land kennenlernen will, runter von der Autobahn und über die Walachei gebrettert, dann lernt man Land und Leute kennen. Wer allerdings schnell voran kommen will, kommt um die Autobahn nicht herum. Natürlich gilt das nicht in und um London. Schnell voran kommen ist da relativ. Aber auch diese Staus haben wir irgendwann hinter uns gelassen und erreichten den Süden Londons. Von da an ging es dann wieder ohne Stau voran.

Irgendwann am Nachmittag meldete sich unser Hunger zurück. Bis nach Hythe wollten wir nicht warten mit dem Essen und fütterten unser Navi mit den notwendigen Informationen, sprich Restaurant entlang der Route finden. Jetzt muss man wissen, das Navigationssystem im Volvo wurde seit fast 5 Jahren nicht upgedated. Ist mir einfach zu teuer und wird deswegen regelmäßig ausgelassen. Wir hätten nicht erwartet etwas wirklich gutes zu finden. Aber uns sprang ein Restaurant namens "THE MOAT" ins Gesicht. Hier der Link dazu: Link

Da "THE MOAT" stark nach Moab klang, suchten wir uns dieses Etablissement aus. Wir fuhren bei Wrotham Heath von der M26 herunter und Richtung Norden. Ca. 200 m nach der Autobahnabfahrt sahen wir rechts eine Bauruine stehen und ein Schild mit Restaurant. Na super, hat uns unser Navi mal wieder zum besten gehalten. Aber wir hatten Glück, dass richtige gesuchte Restaurant befand sich nochmals 200 m weiter auf der linken Seite und sah richtig gut aus. Drückt mal den Link weiter oben. Das war schon nicht unurig.

Wir waren begeistert und ließen uns das Essen schmecken. Den Tipp gebe ich mal richtig gerne weiter. Wenn ihr unterwegs seit in Richtung Norden oder Süden, auf jeden Fall rund um London. Das Moat kann man mal besuchen und ich gebe euch den Tipp kostenlos, weil kriegen tu ich dafür nix. Übrigens bekomme ich für keinen Tipp den ihr im Reisebericht findet Geld. Wenn ich was weiterempfehle dann nur weil es uns auch selber gut gefallen hat.

Die restliche Stunde Fahrzeit bis zu unserem Hotel war dann auch schnell abgehakt. Natürlich bekamen wir im Hythe Imperial nicht mehr genauso ein geiles Zimmer wie am ersten Tag. Wäre ja auch zu schön gewesen. Aber trotzdem war es mehr als nur guter Standard. Einzig die Aussicht auf das Wasser hat gefehlt. Aber was soll´s.

Wir machten noch einen kleinen Spaziergang am Strand. Mittlerweile blies der Wind in Orkanstärke über das Meer. Wir freuten uns schon auf die Fährüberfahrt am nächsten Tag. Bei dem Wind würde das sicher ein Spektakel werden.

Am nächsten Morgen wachten wir nur ungern aus unserem Schlaf auf. Die Betten waren wieder zum Schlafen schön gewesen. Aber unsere Fähre wartete auf uns. Sie wollte um 9.20 Uhr starten. Der Wind hatte in der Zwischenzeit auch nicht nachgelassen und ich konnte endlich mal überprüfen ob und wie eine große Fähre Seegang hat.

Kurz und gut, sie hat. Es wackelte wirklich ziemlich, zumindest für eine Landratte wie ich es eine bin. Zum Übel werden war es nicht genug, aber geradeaus gehen war unmöglich. Solange man saß und auf das Meer schaute war alles gut. Solange schmeckte auch der Kaffee und die Croissants. Nach ca. einer Stunde gingen wir dann an Deck und wagten uns in den Sturm hinein.

Als das Schiff dann anlegte holten wir unseren Volvo, fuhren vom Schiff herunter. Jetzt aber bitte wieder rechts fahren, die Umstellung ging übrigens genauso schnell wie umgekehrt, logisch und fuhren nach Hause.

Das war unser Urlaub in Cornwall. Es war ein Abenteuer und meine Frau und ich haben uns vorgenommen, wenigstens einmal im Jahr in Europa ein Abenteuer zu bestehen bzw. ein uns noch fremdes Land kennen zu lernen. Letztes Jahr waren wir in Kroatien. Leider hatte ich es versäumt einen Reisebericht zu schreiben, obwohl Kroatien dies mehr als verdient hätte. Der Besuch der traumhaften Strände, Berge und v.a. des Winnetoulands hatte uns unglaublich gut gefallen. So werden wir auch in Zukunft unser Europa näher erkunden. Wir freuen uns darauf.

ENDE

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