Der Westen ruft

Sie sind hier: Startseite » Reiseberichte » Nordamerika » Der Westen ruft

Zunächst einmal ein herzliches Willkommen und Gratulation. Ihr habt es auf meine neue Internetseite geschafft und nicht nur das, ihr habt sogar diesen Reisebericht gefunden. Erst einmal ein paar Worte zur neuen Internetpräsentation. Meine alte Seite wurde einfach mit der Zeit immer unschöner. Bereits die letzten Jahre habe ich ein wenig improvisiert und neue Programme für die Erstellung ausprobiert. Das Ergebnis war eine Vielfalt an Designs und Ergebnissen die ich so eigentlich nie wollte und die mich wahnsinnig machte. Also war guter Rat teuer und ich habe mich an die Arbeit gemacht alles wieder irgendwie zusammenzutragen. Das Ergebnis seht ihr nun hier bzw. so viel seht ihr hier noch gar nicht.

Mit der neuen Internetpräsentation ist es in etwa so wie mit dem Berliner Hauptstadtflughafen BER. Ständig nimmt man sich ein neues Eröffnungsdatum vor und ständig wird in zuverlässiger Art und Weise dieses Datum verschoben. Allerdings habe ich zumindest ab sofort eine Startbahn geöffnet. Ist ja auch schon was. Der Rest wird nach und nach umgezogen. Zum guten Schluss wird dann auch noch die Adresse wieder auf alljogi.com geändert.

Fragt mich jetzt nicht bis wann alles fertig sein wird. Versprechungen in dieser Hinsicht gab es ja auch beim BER so einige. Ich lasse es deshalb am besten sein.

Kommen wir jetzt aber mal zum eigentlichen Thema. Die Vorbereitung unserer Mai-Juni Tour mit dem unglaublich hippen Namen "Der Westen ruft". Man könnte sich unweigerlich fragen, was ruft er denn? Er ruft nach uns oder wir nach ihm. Kann man sehen wie man will. Weil wir diesen Ruf schon eine ganze Weile vernommen hatten, gibt es auch eine Neuerung bzgl. meiner Reiseberichte. Das Preview wird eine kurzer Bericht unserer Neujahrstour vom 01.01. - 11.01.2019 sein.

Der ein oder andere hat es mitbekommen. Unsere Tochter weilt seit September 2018 in San Francisco. Weil aber nach 4 Monaten Tochterabstinenz die Sehnsucht groß genug war flogen wir kurzerhand per A380 hurtig mal in den Westen und schauten uns mal an, wo und was unsere Tochter so in dieser Stadt treibt. Da es auch noch eine Restfamilie zu Hause gab, verbrachten wir Weihnachten und Silvester im Allgäu.

Das Wiedersehen war, wie soll ich mich ausdrücken ohne allzu schmalzig zu werden, es war sagen wir mal...schön. Sehr schön sogar. Unsere Tochter hatte sich kaum verändert. Obwohl meine Frau sobald sie sie sah wohl den Entschluss fasste, die muss wieder etwas aufgepäppelt werden. Mädchen ess mal wieder was.

Unser Flug startete relativ spät in München und so landeten wir dementsprechend auch relativ spät in San Francisco. Unsere Tochter wartete schon am Flughafen und so hatten wir zum ersten Male die Situation in den USA am Flughafen abgeholt zu werden. Natürlich wurde da erst einmal gedrückt und geknuddelt. Über den Rest fällt der Mantel des Schweigens.

Unsere ausgedachte Route führte zunächst weg aus der Bayarea in Richtung Reno und von dort zum Mono Lake.

Im Januar mit Schnee im Hintergrund ein Fototraum.

Am nächsten Morgen gaben wir den Alabama Hills die Ehre. Bei diesem Wetter und bei klirrender Kälte ein fantastisches Erlebnis.

Der Nachmittag und Abend gehörte dann dem Death Valley. Auch hier fabrizierte die tiefstehende Sonne Farben und Bilder die meine Sehnsucht nach dem Westen gerade ziemlich maximal steigen lässt.

Las Vegas haben wir nur am Rande berührt. Der Hike zum Turtlehead Mountain war geradezu ein Muss und der Blick von der Spitze des Schildkrötenkopfes einfach unbeschreiblich. Wenn ich es auch bereits zweimal versucht habe (Hike 423 und Man to Son).

In Las Vegas findet man auch immer wieder ungewöhnliche Dinge.

Dazu sage ich besser gar nichts. Ich halte es lieber mit Obelix: "Die spinnen die ....Las Veganer".

Dass es den Flixbus auch in den USA gibt, wusste ich auch nicht. Was mich wieder mal dazu führt zu erkennen, wie wenig man eigentlich wirklich weiß. Bedeutet die Begegnung mit dem Flixbus hier kurz vor dem Hooverdamm man kann vielleicht als Alternative zum Fliegen auch mit dem Bus in die USA....wer schon mal mit dem Bus nach Spanien fuhr, würde eine solche Alternative eher nicht in Betracht ziehen.

Der Hike zum Liberty Bell Arch war leider nicht von der Sonne begleitet. Trotzdem machte auch diese Wanderung richtig Spaß.

In Lake Havasu City besuchten wir die London Bridge. Am Abend dinierten wir im Black Bear Diner. Laut Trip Advisor die Nr. 9 in der Stadt. Wir hatten natürlich nicht die Zeit die Top 8 auszuprobieren, aber sei es drum die Nr. 9 war für uns heute die Nr. 1

Von Lake Havasu City bis zum Joshua Tree Nationalpark ist es zwar kein Katzensprung, aber trotzdem ließen wir uns den Abstecher nicht nehmen. Anfang des Jahres 2019 gab es in den USA den längsten Shutdown den es jemals gab. Klar, wenn ein DT Presi ist dann muss es ja so sein. Wir hatten noch vor wenigen Tagen gelesen, der Joshua Tree würde für Reisende wie uns geschlossen werden. Joshua Trees wurden beschädigt und auch sonst wurde allerlei Schabernack getrieben. Wir konnten davon allerdings bei unserem Besuch nichts erkennen und auch der Park war wie gewohnt offen. Es waren halt keine Ranger unterwegs, ansonsten war alles wie gewohnt. Erst ein paar Tage nach unserem Besuch wurde der Park dann tatsächlich geschlossen. Puuh, nochmals Glück gehabt.

Los Angeles wollten wir auf jeden Fall nur am Rande streifen, also auf keinen Fall ab durch die Mitte. Also fuhren wir etwas nördlich davon um die Stadt der Engel herum. An welchen Film müsst ihr bei diesem Bild denken.

Ich muss dabei an Rainman mit Dustin Hofmann und Tom Cruise denken. Auch die dazu passende Musik hätte ich im Kopf. Darf die euch aber natürlich aus urhebertechnischen Gründen hier nicht einspielen. Müsst ihr schon selber machen.

Wir fuhren Auto, hörten Musik und ließen uns zwischendurch auch diese gefährlich aussehenden Süssigkeiten schmecken.

Schmecken tatsächlich genauso wie sie aussehen, süß und giftig.

Unser nächstes Ziel nördlich von LA war der Vasquez Rocks Natural Area Park. Laut Internet und seinen Bewohnern ein Muss für alle Trekkies.

Vielleicht ist bei dem ein oder anderen der Groschen gefallen. Bei mir wäre er ohne das Internet im Geldbeutel geblieben. Hier draußen vor den Toren von Santa Clarita bzw. auf halben Wege zwischen Palmdale und Santa Clarita befindet sich dieser Park. Man kann etwas in den Felsen herumklettern. Von Filmteams aus Hollywood wird die Lokalität gerne mal genutzt. Es ist auch recht nett. Leider war uns die Sonne nicht hold.

Ein kleiner Auszug der Filme, die hier Szenen hatten:

- The Flintstones (1994)

- Planet der Affen (2001)

- Fernsehserie Star Treck

- Fernsehserie MacGyver

Es gäbe wohl noch einige zu nennen, wobei in den letzten Jahren hat man wohl hier nicht mehr gedreht. Zumindest habe ich keine neueren Beispiele für Filme gefunden.

In den USA gibt es immer wieder Fahrzeuge mit den kuriosesten Aufklebern, manchmal auch mit schwachsinnigen. Aber das muss jeder für sich selber entscheiden.

Sie können es halt nicht lassen rumzuballern. Dafür fahren wir in Deutschland gerne schnell auf der Autobahn. So hat halt jeder seine Macken und jeder denkt sich vom anderen seinen Teil. Ich habe meine Meinung über die Waffengesetze hier in den USA. Bisher bin ich auch ohne BumBum gut durch die Welt gekommen.

Wir fuhren ab hier wieder in Richtung Norden auf der No.1 gen San Francisco. Leider hatte die Küstenstraße wieder ein paar Schäden zu verzeichnen und musste repariert werden. Wir mussten etwas ausweichen und fuhren über die Nacimiento-Fergusson Rd. Nicht erschrecken die Straße führt durch den Militärstützpunkt Fort Hunter Liggett. Sie ist aber trotzdem öffentlich und man wird auch nicht kontrolliert, zumindest ich wurde noch nie kontrolliert. Wobei ich ja auch erst zum zweiten Male hier durchgefahren bin.

Zeit um ein paar klassische Bilder der Küstenstraße zu zeigen.

Und ebenfalls Zeit um unseren fahrbaren Untersatz für diese 11 Tage der Preview-Tour vorzustellen.

Ein Kia Sportage, der uns zuverlässig die kleine Runde begleitete. Normalerweise stehe ich in den USA erstens auf einen amerikanischen Schlitten und zweitens sollte er groß sein. Der Kia war beides nicht und trotzdem ist er uns ans Herz gewachsen. Der Platz war auch für uns drei absolut ausreichend und der Spritverbrauch zauberte ein kleines Lächeln aufs Gesicht. Leider lassen die Spritpreise in Kalifornien das Lächeln gleich wieder verschwinden. Wobei im Vergleich zu Europa kommt das Lächeln trotzdem wieder zurück.

Die No.1 hatte aber noch ein paar Impressionen mehr zu bieten.

Letzter Besichtigungspunkt bevor wir wieder in San Francisco ankamen war Santa Cruz.

Die letzten Tage verbrachten wir dann noch in der Stadt, die unsere Tochter für ihr Sprachenstudium ausgesucht hat und in der sie mittlerweile heimisch geworden ist. Sie wollte uns unbedingt die schönsten Flecken der Stadt zeigen und wir waren froh die Zeit mit ihr verbringen zu dürfen.

Wo wir vorhin gerade über Film-Locations gesprochen haben. Erkennt ihr diesen Set.

Ihr müsst euch die beiden Bäume und natürlich die Autos davor wegdenken und schon habt ihr das Haus von Mrs. Doubtfire. Vor einigen Jahren war es für 4.5 Mio. Dollar zum Verkauf angeboten worden. Wieviel es am Ende dann wirklich gekostet hat, keine Ahnung. Hausbesitzer in San Francisco sollte man sein.

Die Zeit in den USA Anfang des Jahres ging viel zu schnell vorbei. Aber wir wussten ja, es war nur der Auftakt für unsere Tour die Mitte Mai 19 beginnen würde. Was diese Tour bringen wird, wisst ihr ja schon wenn ihr die Karte über den Reiter Live-Blog genauer studiert habt. Wenn nicht könnt ihr das hier nachholen. Vielleicht ist ja etwas interessantes für euch dabei.

Sobald wir diese Stadt wieder sehen geht es los. Wir freuen uns riesig. Drei Wochen Westen der USA. Jetzt wisst ihr was der Westen ruft. Er ruft nach uns und wir wollen ihm noch ein paar Geheimnisse abluchsen.

Diese Website benutzt Cookies, um Ihnen das beste Erlebnis zu ermöglichen. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.