10.04.2020

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Lassen wir unsere Gedanken, ob düster oder freudig, einmal beiseite. Für Ostern habe ich mir ein Gedankenexperiment ausgedacht. Reisen ohne zu reisen!

Reisen geht im Moment auch nicht und wenn man den Alarmisten unter den Kommentatoren Glauben schenken will, wird dies auch für sehr lange Zeit nicht möglich sein. Festlegen wollen sie sich eher nicht, aber dieser Sommer wird eher das Reiseziel Balkonien der Favorit werden. Beweis gefällig? Bitte schön: Link

Es gibt jedoch auch andere Meinungen: Link

Lassen wir es also mal dabei. Gesichert ist nur, an Ostern wird keiner verreisen. Deshalb verreisen wir virtuell. The Family war als Komplettfamilie oder Teilfamilie an Ostern ein ums andere Mal auch in den USA zu Gast. Die schönsten Tage dieser Reisen möchte ich einfach einmal nachreisen. Mal will ja mal auf andere Gedanken kommen und es hilft mir abzuschalten und zu träumen.

Fangen wir also an.....

An Ostern 2008 waren wir zu fünft unterwegs in Florida. Die Tour hieß damals:

Good bye USA - Hello Florida

Wir schreiben den 17. März 2008 und befinden uns auf dem Weg Richtung Kennedy Space Center. Der Tag heißt: Flying to the Moon

Das Einschlafen gestern Abend war selbstredend kein Problem. Ins Bett liegen, Licht ausmachen, kurz darüber nachdenken wann wohl die Nacht vorüber ist und schon ging es dahin. ......s.ssss.s.ssssssss

Um halb 2 wache ich das erste Mal auf. Der Blick auf die Uhr lässt mich so ein klein wenig erschaudern. Sch.....okolade, die Nacht kann doch jetzt unmöglich schon zu Ende sein. Irgendwer schleicht durchs Zimmer. Der Grund meines Erwachens. Ein Kind wird wohl morgen früh im Zimmer zurückgelassen :)

Aber alles halb so schlimm. Meine Frau ist offensichtlich auch von dem Schleicher im Dunkeln aufgeweckt worden. Sie steht auf und dreht die Klimaanlage an. Das eintönige Geräusch bringt mich und den Rest der Familie umgehend dahin zurück, von wo wir kurz vorher herkamen. Direkt in den Schlaf. Bis 5 Uhr, dann ist die Nacht endgültig vorbei. Aber 6 Stunden Schlaf sind in Ordnung. Der Tag kann kommen.

Obwohl unser Hotel Frühstück anbietet, verschmähen wir es heute früh. Der erste Tag in Amerika muss mit einem Denny´s Frühstück (Link) begonnen werden. Schon zu Hause habe ich mein Navi mit den notwendigen Infos gefüttert. Nur 1.2 Meilen von unserem Motel entfernt befindet sich unser Frühstücksparadies. Leider lässt man uns nicht hinein. Wegen einem Dumpingproblem ist die Küche überflutet und deshalb ist es wohl besser die Lokalität zu wechseln.

In weiser Voraussicht habe ich allerdings noch einen zweiten Denny´s in der Nähe rausgesucht. Einen sehr schönen, gleich in der Nähe der Hertz Mietstation. Gar nicht zu verfehlen, falls jemand einmal einen suchen sollte.

Bacon Cheeseburger zum Frühstück

ist auch nicht jedermanns Sache

Nach diesem magenfüllenden Start in den Tag, gings auf den Highway 50 in Richtung Osten. Unser erstes Ziel am heutigen Tag ist der KSC (Link) .

In kurzen Worten die Höhepunkte des Besuches:

Als erstes wollen wir heute morgen zum Mond fliegen.

Der Start eines Shuttle wird simuliert. Man wird mit ca. 20 anderen Mondfahrern auf seinem Sitz festgeschnallt, um 90 Grad gedreht und schon läuft der Countdown runter. Das Shuttle startet. Es wackelt, rumort und man spürt den Schub der Raketen. Eine klasse Erfahrung, die ich jedem nur empfehlen kann.

Nächster Programmpunkt, die Bustour über das NASA - Gelände. Dabei kommt man am höchsten einstöckigen Gebäude der Welt vorbei.

Danach geht es zu einem Aussichtsturm, von wo aus man die verschiedenen Abschussrampen sehen kann. Wer näher an sie ran will, muss eine spezielle Tour buchen.

Danach wird noch zweimal angehalten. Einmal, um in einer großen Halle eine Saturn Rakete zu bewundern und das zweite Mal, um Produktionshallen einer Satellitenfertigung anzuschauen. Zugegebenermaßen sind die Raketen schon beeindruckend.

Auch die Inneneinrichtung der Weltraumstation kann man besichtigen. Hat sich schon mal jemand Gedanken über den Restroom-Gang in der Schwerelosigkeit gemacht. Ob ich das auch bei mir zuhause einbauen kann?

Nach dieser 3-stündigen Tour haben wir uns noch einen 3D-Film im IMAX-Kino angesehen. "Walking on the Moon" von Tom Hanks.

Nach dem Film sind wir noch etwas im Rocket Garden spazieren gegangen.

nach 5 1/2 Stunden verlassen wir wieder den KSC. Kosten für uns als Familie 180 $, der Parkplatz war kostenlos. Ist ja auch schon was. Kostenlos waren auch die Alligatoren in den Kanälen rund um das KSC. Hey, die gibt´s hier wirklich in freier Wildbahn. Irgendwie habe ich das ja für ein Gerücht gehalten. Jetzt gibt es die hier richtig. Greifen die Menschen eigentlich nicht an? Lacht nicht, ich habe ja keine Ahnung. Schließlich gibt´s in Deutschland relativ wenig von diesen Tieren.

Bei unseren Planungen im Vorfeld waren wir uns nicht sicher, ob uns der Jetlag nach dem Besuch des Space Centers erreichen würde. Aber wir spüren nichts. So machen wir uns noch auf den Weg Richtung Norden zum Merrit Island National Wildlife Refuge (Link)

Hier gibt es den sogenannten Black Point Wildlife Drive. Auf der ca. 7 Meilen langen Gravelroad kann man tief in ein Sumpfgebiet vordringen und nicht nur Landschaft, sondern auch viele Tiere bewundern. Leider war unsere Suche nach weiteren Alligatoren zunächst nicht erfolgreich. Dafür war folgendes zu sehen:

und dann, fast zum Schluss des Drives, fanden wir sie doch noch

Ich habe meine Kinder vorgeschickt, um die Angriffslust der Alligatoren zu testen

Glaubt ihr wirklich ich wäre so fies?

Weil wir schon mal hier sind, fahren wir auch gleich noch zum Manatee Observation Deck (Link) . Vielleicht haben wir ja Glück.

Wir haben Glück. 3 Tiere tummeln sich hier im Wasser. Die Manatees sind faszinierende Tiere. Groß, dick, schwerfällig und schwerhörig. Deshalb werden sie gerne von Booten angefahren und schwer verletzt.

Nach diesem letzten Highpoint des Tages, setzen wir uns in unser Auto und fahren zu unserem zweiten vorgebuchten Motel des Urlaubes nach Fort Pierce. Für den ersten Tag haben wir ganz schön viel erlebt. Jetzt reicht es aber und das Bett ruft. Um 9 Uhr endet heute der Tag.

JOKE OF THE DAY

Manatees sind laut einem Hinweisschild am Observation Deck die "Mermaids of the new world" - Meerjungfrauen der neuen Welt. Die Antwort von Sebastian darauf: "Kein Wunder das die noch Jungfrauen sind, sind ja ganz schöne Kolosse". Der Junge ist gerade mal 11 Jahre alt. Ob an unserer Erziehung irgendetwas falsch ist?

DER KENNEDY SPACE CENTER

Die Amerikaner lieben Heldenverehrung und hier können sie sie so richtig ausleben. Aber seien wir mal ehrlich, technisch gesehen werden hier auch Riesenleistungen vollbracht. Der ganze KSC ist so eine Art Werbeveranstaltung für die Raumfahrt. Zum einen natürlich um Nachwuchs zu rekrutieren, aber vielmehr um die horrenden Mengen von Steuergeldern zu rechtfertigen, die das Programm verschlingt. Auf der Habenseite stehen dagegen viele technische Errungenschaften, ohne die wir nicht mehr leben wollten. Gerne wird da ja immer das Teflon Feld am Herd genannt. Naja, auch ganz nett.

Aber ohne Satelliten, die um die Erde kreisen, wäre unser Leben nicht mehr vorstellbar. Auch in der Materialforschung und in der Medizin hat das Weltraumprogramm seinen Beitrag geleistet. Man merkt die Werbeveranstaltung hat sein Werk getan. Wenn ich ein paar Jahre jünger wäre und mir beim Fliegen nicht schlecht werden würde, wäre ich auch gerne Astronaut geworden.

18. März 2008 - MIAMI VICE´STE WO DER STRAND IST

Der erste Tag gestern in Florida war ein sehr ereignisreicher für uns gewesen. Das merkt man vor allem daran, dass wir trotz sehr frühzeitigem zu Bett gehen, ohne Unterbrechung bis 1/2 6 der eine Teil, der andere Teil bis 1/2 7 durchschlafen. Warum hab ich nur immer dieses Trauma von unserem allerersten Familienurlaub 2004 in den USA? Damals lagen wir Nachts um 2 Uhr im Motelzimmer hellwach herum und haben Olympia geschaut. Gott sei Dank haben wir aus dieser Erfahrung gelernt und müssen uns seitdem mit dem Jetlag nur noch am Rande herumschlagen.

Okay, Häckchen dran! (Wortlaut Ross aus Friends - checked it)

Was haben wir heute so getrieben. Unser Weg führte weiter in Richtung Süden. Aber Halt! Bevor wir weiterreden, erstmal frühstücken. Nachdem wir gestern einen Dennys gestürmt haben, war heute Frühstück im Motel dran. Wir können ja nicht jeden Morgen schon 2000 Kalorien zu uns nehmen. Obwohl....

Unser Plan sah vor, dem Manatee Center in Fort Pierce (Link) zuerst einen Besuch abzustatten. Leider öffnet der erst um 10.00 Uhr. Trotzdem sind wir hingefahren, um nachzusehen ob das Warten sich lohnen würde. Das Manatee Center befindet sich am oder an einem Hafen in Fort Pierce. Dahinter ist gleich ein Elektrizitätswerk, dass erwärmtes Wasser in den Indian River abgibt. Deswegen gefällts auch den Manatees hier so gut. Die mögen nämlich eigentlich kein kaltes Wasser. Weswegen sie sich gerne an den Flusszuläufen aufhalten. Heute morgen allerdings sind keine zu sehen. Das Warten schien also nicht unbedingt lohnenswert und wir waren ja bereits gestern erfolgreich. Also haben wir entschieden, der Sonne entgegenzufahren.

Soviel zum Wetter. So richtig schön war es heute morgen ja nicht. Aber von oben war es trocken und blieb es auch den ganzen Tag. Gegen den Wind kann man sich schützen und richtig kalt war es ja auch nicht. Wir sind raus zum Strand gefahren.

Die Sonne wollte aber nicht richtig herauskommen und zierte sich weiter. Dafür haben meine Kids gleich mal eine morgendliche Dusche genommen.

Es ging ein ganz schöner Wind und dementsprechend war der Seegang ziemlich rau. Diesem Pelikan hier schien das alles aber herzlich wenig zu stören.

Unser nächstes Ziel hieß Blowing Rocks Preserve (Link) . Das liegt auf Jupiter Island südlich von Hope Sound. An dem dortigen Strandabschnitt kann man bei stürmischen Seegang ein besonderes Naturschauspiel erleben. Der Sand auf diesem Strandabschnitt ist versteinert und die Erosion hat Löcher in den Stein gearbeitet. Durch diese Löcher schießt das Wasser fontänenartig empor und gibt Töne von sich. Allerdings nur bei Flut und starkem Seegang. Der Seegang war vorhanden, die Flut leider nicht. Weswegen das Naturschauspiel ausblieb. Trotzdem hat uns der Strandabschnitt sehr gut gefallen.

Gegen 12 Uhr meldete sich dann unser Hunger. Das Motelfrühstück hält nicht solange an. Dank Navi fanden wir auch recht schnell einen Denny´s.

Leider hat unser Hunger dann unsere Sinne vernebelt. Das ausgesuchte Family-Restaurant war unter aller Kanone.

1) Der Boden war übersät mit Strohhalmpapieren. Keiner hielt es für nötig sie wegzuräumen. Vielleicht war es aber auch Dekoration.

2) Geseated wurden wir ins letzte Eck. Unsere Bitte weiter vorne Platz nehmen zu können, hat man abgelehnt. Obwohl genug freier Raum war.

Vielleicht war es aber auch der Familyplatz des Hauses.

3) Die Sitze des Nebentisches waren aufgeschlitzt. Vielleicht war es aber auch ein neues Design.

4) Das Diet Coke stank bestialisch nach Chlor. Ich habe es zunächst nicht mal bemerkt. Meine Frau schon. Als ich es dann auch merkte, war mein Durst schlagartig beseitigt. Soviel Chlor in einem Coke habe ich noch nie erlebt, bei aller Liebe. Vielleicht war es aber auch eine neue Sorte von Coke.

5) Das von meiner Frau bestellte Philly Melt und mein Spicy Buffalo Melt hatten eigentlich ein leckeres Ciabatta Brot verdient. Das war aber alle und deswegen wurde das ganze mit einem ordinären Toastbrot geliefert. Man hätte dies ja bereits bei der Bestellung sagen können, hat man aber nicht. Kleiner Trost, wir waren nicht die Einzigen denen es so ging. Vielleicht hat man uns auch nur vor dem amerikanischen Ciabatta Brot bewahren wollen.

6) Das zweite Coke meines Sohnes hat extra gekostet. Offensichtlich machte ihm das Chlor recht wenig aus. Habe ich aber auch noch nicht erlebt. Vielleicht unterstreicht dies aber auch nur die Exklusivität der neuen Sorte.

7) Beim Bezahlen streikte das Gerät für die Kreditkarte. Aber man kann ja auch bar bezahlen. Vielleicht.... ach vergesst es.

Das schlimmste daran war, die Portionen waren extrem klein. Sind wir nicht gewohnt. Gott sei Dank hatten wir einen Appetizer vorne weg, sonst wäre es eng geworden. Nicht für meine Hose, sondern für meinen Hunger.

Leider konnte man dies alles dem Dennys von außen nicht ansehen. Wie kann man schlechten Service schon von weitem erkennen, ohne ihn zu erleben? Der versiffte Boden hätte uns vielleicht schon stutzig machen sollen. Während wir drin saßen, drehten andere vor der Türe wieder um und fuhren mit ihren Autos wieder davon. Woran haben sie die Lage erkannt? Sollte ich irgendwann die Antwort finden, werde ich sie mir patentieren zu lassen. Von außen sah der Dennys ganz normal aus, das zu unserer Entschuldigung.

Trotzdem konnten wir frisch gestärkt den Nachmittag angehen. Unser Ziel hieß Miami und wenn man schon mal da ist, wollten wir auch dem Ocean Drive (Link) einen Besuch abstatten. Schließlich sind wir ja gute Touristen. In Miami Beach schien es aber nur gute Touristen zu geben. Hier ist am Nachmittag ganz schön was los.

Außer auf dem Hundefriedhof natürlich, da tobte niemand mehr

Die Architektur der Art-Decor Häuser ist absolut gelungen und geben bestimmt auch am frühen Morgen oder am späteren Abend ein hervorragendes Motiv ab. Uns war es aber zu voll. Unglaublich viele Menschen überall. Hier wurde mir wieder einmal bewusst, dass ich kein Stadtmensch bin. Ich habe außer zur Studienzeit nie in der Stadt gelebt. Natürlich war es damals angenehm die Annehmlichkeiten einer Stadt genießen zu können. Viele Kneipen, Kinos, Einkaufsmöglichkeiten usw. Aber ich bekenne mich dazu, ich bin ein Landmensch. Ich liebe es, wenn ich aus dem Haus gehe und nach 5 min. joggend im Wald stehe. Ampeln und Verkehrstaus auf dem Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen kennen wir nur vom Hörensagen. Tolle Restaurants gibt es bei uns auch und das nächste größere Kino ist auch gleich in der Nähe.

Was will ich damit sagen? So toll Miami ist, so toll die Villen auf den Islands sind.

Ich möchte keine davon geschenkt haben. Überall Straßen, Menschen, Verkehrschaos. Wir haben uns alles angesehen und sind dann Richtung Motel weitergezogen. Ein Best Western in Cutler Ridge.

DIE SAWGRASS MILL

Einen Abstecher zu dieser Mall haben wir selbstverständlich auch gemacht. Soll angeblich eine der größten in Florida sein. Ich kann dies nicht so recht glauben. Um den Schein zu wahren, habe ich im Timberlandladen 2 T-Shirts für 25 $ erstanden. Das Outlet selber fand ich sehr enttäuschend. Hatte so einen Gruschladencharakter.

Was ist jetzt ein Gruschladen?

Gruschladen, gesprochen mit langem U, sind Läden, in denen es alles und nichts gibt. Die das Wort Qualität nur vom Hörensagen kennen. Am Ende kauft man in solchen Läden Dinge, die keiner brauchen kann. Von diesen Läden gibt es in dieser Mall genug.

Da wir eh daran vorbeikamen, mussten wir keinen Umweg in Kauf nehmen. Wenn wir extra dahin gefahren wären, weil diverse Reiseführer so schwärmten, hätte ich mich geärgert. Aber lasst euch nicht davon abhalten, dahin zu fahren. Jeder muss sich selber ein Bild davon machen. Den einen gefällts, den anderen nicht.

So morgen geht´s zum südlichsten Punkt unserer Reise. Key West wir kommen. Dry Tortuga wir kommen. Der Wind soll allerdings, laut Weatherchannel, weiterhin so bleiben wie bisher. Wir freuen uns schon alle auf die Katamaran Fahrt. Wird bestimmt eine erfrischende Erfahrung.

19.03.2008 -ISLAND HOPPING AT ITS BEST

Wie gestern Abend noch erwähnt, geht es heute hinaus nach Key West. Ich kenne diese Straße, wie sicher viele andere, nur von einzelnen Fotos und natürlich von diversen Filmen, die auf den Brücken gedreht wurden. Soweit ich mich erinnern kann, z.B. True Lies mit Arnold Schwarzenegger. Ich bin mal gespannt, ob die Fahrt meinen Erwartungen entsprechen kann.

Ich könnte jetzt ein kleines Spielchen mit euch spielen und die Frage stellen, wo haben wir heute gefrühstückt? Knapp vorbei, es war nicht bei Dennys. Auch heute morgen haben wir dem Motelfrühstück den Vorzug gegeben. Das "Frühstücksbuffet" war gar nicht so übel und bot alles, was man für den Start in den Tag gebrauchen kann. Sogar Waffeln durfte man sich hier backen. Bisher war uns dies nur in Comfort oder Quality Inns untergekommen.

Gestern Abend, auf dem Weg von Miami Beach bis zu unserem Motel hier in Cutler Ridge, waren wir fast durchgängig im Stau gestanden. Weshalb wir den Eindruck hatten, mitten in Miami zu schlafen. Als wir heute morgen jedoch in Richtung Süden aufbrechen, befinden wir uns schlagartig in unbewohnten Gebiet. Zuvor müssen wir aber noch unsere Vorräte in einem Walmart auffüllen. Auch unser Trailblazer muss noch gefüttert werden. Die Gallone Sprit kostet hier 3,32$

Der erste Halt des heutigen Tages befindet sich schon auf den Keys:

John Peenekamp State Park (Link)

Für uns 5 kostet der Eintritt 7,50$. Dies nur für die Statistik.

Im Visitor Center gibt´s ein Aquarium und der Strand ist ganz nett. Meine Kids gehen hier das erste Mal ins Wasser. Auch das Wetter spielt mit. Es ist blauer Himmel und warm ist es sowieso. Laut Reiseführer soll hier irgendwo eine spanische Galerie nachgebaut sein. Leider können wir diese, trotz intensivem Suchens, nicht finden. Man könnte hier auch diverse Trails laufen, wenn man wollte oder mit einem Glasboot zum Reef raus fahren. Die Fahrten sind aber aufgrund des Windes abgesagt.

Wir machen uns nach dem kurzen Strandaufenthalt wieder auf den Weiterweg.

Aber wie schon gestern kommt wieder kurz nach 12 Uhr der Hunger. Jetzt wäre ein Restaurant nicht schlecht. In Marathon werden wir fündig. Nein, falsch geraten. Dieses Mal ist es kein Dennys, sondern ein IHOP (International House of Pancakes (Link).

Nach der Geschichte gestern im Dennys ist dieser IHOP eine richtige Wohltat. Der Laden war uns schon von außen sympathisch. Die Bedienung war unglaublich auf zack. Unser Sitzplatz einfach spitze. Das Refill kostenlos und die Portionen, so wie ich mir das vorstelle, riesig. Gesättigt und zufrieden verlassen wir wieder das gastliche Haus.

Vor dem IHOP komme ich mit einem Kanadier ins Gespräch, der hier mit seinem Schiff hergeschippert ist. Er fragt uns, wie das so üblich ist, wo wir her kommen und wo wir hin wollen. Als er hört, dass wir morgen nach Dry Tortuga fahren, versucht er uns vorzuwarnen. Es wäre ein ziemlicher Seegang und die Kinder würden wohl seekrank werden. Ich mache ihm klar, meine Sorge dreht sich weniger um die Kinder, als um uns Eltern. Von wegen, die Kinder werden seekrank, wer macht sich Sorgen um uns.

Hinter Marathon kommt eine der Hauptattraktionen einer Fahrt nach Key West.

Neben der aktuellen Straße verläuft teilweise die alte Trasse, die früher zuerst als Eisenbahntrasse und später als Autotrasse benutzt wurde. Heute sind weite Abschnitte unbenutzbar oder werden als Fahrradweg verwendet. Überall stehen auch Angler beim Fischen. Manche Abschnitte holt sich die Natur auch wieder zurück.

Nach der 7-Mile Bridge erreicht man den Bahia Honda State Park.

Eintritt wieder 7,50$

Der Sandspur Beach hier wurde 1992 zum schönsten Strand der USA gewählt. Aber ehrlich, damit würde ich heute keine Werbung mehr machen.

Das Bild macht klar, warum es seitdem nicht mehr zum Titel gereicht hat. Am Strand sieht es aus, wie wenn bei uns zu Hause Grüngut Sammlung ist. Auch etwas Abfall liegt teilweise herum. Trotzdem ist der Strand ganz nett. Wir nutzen die Zeit ausgiebig zum sonnenbaden. So früh im Jahr hat sich unser Körper noch nicht auf die ungewohnte Sonnenbestrahlung eingestellt. Gott sei Dank bleibt uns aber Sonnenbrand weitestgehend erspart.

Auf Big Pine, der nächsten Insel, befindet sich ein Deer Refuge (Link) . Eine Art kleiner Hirsch ist hier heimisch. Außerdem gibt es hier das Blue Hole . In den 30er Jahren hat man hier für den Straßenbau Kies abgebaut. Die zurückgebliebenen Gruben haben sich mit Regenwasser gefüllt und dienen jetzt den verschiedensten Tieren als Lebensraum. Am Milemarker 30.5 geht´s rechts ca. 3 Meilen den Deer Boulevard entlang.

Krokodile gibt´s hier, Eidechsen und Schlangen. Gleich daneben liegen die Gärten der Anwohner. Da sollte man nicht im Garten einschlafen, wenn der Nachbar Hunger hat.

Zum ersten Mal stehen wir hier einem Krokodil Auge in Auge gegenüber, ohne einen schützenden Zaun dazwischen. Die Viecher sehen einfach gefährlich aus und sind es sicher auch.

Von hier fahren wir dann durch bis zu unserem Motel in Key West. Der Pool wartet auf unseren Besuch. Auf den Sonnenuntergang verzichten wir heute. Der Tag war sehr anstrengend. Noch eine kleine Abendmahlzeit auf dem Zimmer und um 9.00 Uhr ist der Tag endgültig vorüber.

Morgen wartet, wie bereits schon erwähnt, Dry Tortuga auf uns. Der Kanadier vor dem IHOP hatte Recht. Es wird wohl aufgrund des stürmischen Wetters eine dementsprechende Überfahrt geben. Aber ich bin mit Super-Pep präpariert. Ein Mittel gegen Reiseübelkeit. Obs hilft? Wir werden es sehen.

AUFKLÄRUNG DES TAGES

Passiert heute morgen beim Tanken. Hier lernen meine Kids, warum erwachsene Männer aus braunen Tüten trinken. Die Erklärung, dass Alkohol in der Öffentlichkeit nicht getrunken werden darf, leuchtet ihnen allerdings nicht so richtig ein. Was soll das bringen, das Bier in der Tüte zu lassen? Weiß doch jeder, was da drin ist, sonst würde er ja nicht aus der Tüte trinken. Was soll ich da noch sagen?

Noch ein paar persönliche Worte zu unserer grundsätzlichen Einstellung. Manchmal könnte es ja dem ein oder anderen so vorkommen, als ob ich nur negativ über Florida schreiben würde. Aber da muss ich entschieden widersprechen. Ich schreibe die Erlebnisse so auf, wie ich sie sehe.

Hier in Florida gibt es viele, viele Menschen. Die Küste von Fort Pierce bis Miami ist komplett verbaut. Jeder Quadratmeter ist genutzt. Definitiv keine Gegend die mir gefällt. Ich mag halt keine Menschenaufläufe. Deswegen ist mir schon L.A. suspekt. Merkwürdigerweise gilt dies nicht für Las Vegas und San Francisco. Komisch!?!

Die Fahrt nach Key West dagegen ist ein Must-be. Die Fahrt über die Brücken und Inseln soll ja, laut Reiseführer, wie ein Flug über das Meer sein. Tatsächlich bekommt man dieses Gefühl vor allem auf der 7-Mile Bridge. Hat richtig Spaß gemacht.

20.03.2008 - IN A LAND FAR, FAR AWAY

Heute war es soweit. Nicht nur das ich Geburtstag hatte, heute ging es per Katamaran nach Dry Tortuga (Link). Einer der wohl am schwersten erreichbaren Nationalparks in den USA.

Morgens um 7.00 Uhr verlassen wir unser Motel und fahren zur Katamaran-Ablegestelle. Direkt nebenan ist ein Parkplatz, der uns anlockt. Hier im Hafengebiet von Key West ist es eh nicht so einfach einen Parkplatz für den ganzen Tag zu finden. Der Besitzer des freien Platzes verlangt 15$ Gebühr für den Tag. Die Kunden hier würden wahrscheinlich auch 20$ bezahlen. Andere Möglichkeiten gibt es scheinbar auch nicht. Erst am Abend bei der Rückkehr werden wir feststellen, dass der Parkplatz gleich nebenan offensichtlich einen anderen Besitzer hat und der verlangt nur 10$. Dumm gelaufen, aber unbedeutend im Angesicht des Fahrpreises für den Katamaran.

das ist das Ziel der heutigen Begierde - Dry Tortuga mit dem Fort Jefferson

und damit schippern wir rüber - die Fast Cat II

Wir haben zwar übers Internet unsere Plätze bereits reserviert, bezahlt wird aber erst hier. Da sich der Dollarkurs seitdem zu unseren Gunsten entwickelt hat, kein schlechter Deal. Auch mein Nationalparkpass von letztem Jahr ist noch gültig. Nach diesem Urlaub kann ich ihn nun endgültig entsorgen. Die 80$ haben sich aber mehr als bezahlt gemacht.

Um 8.00 Uhr ist Boarding. Mit uns stehen noch ca. 60 weitere Passagiere am Landesteg. Zu aller erst gibt es eine kleine Ansprache des supercoolen Kapitäns. Der ist so supercool, dass er kaum laufen kann. Er klärt uns, über das was uns erwarten wird, auf.

Wir haben starken Seegang. Wer also Seekrank wird, darf und soll jetzt lieber einen Rückzieher machen. Die Überfahrt wird stürmisch. Wer jetzt zurückzieht, kriegt sein Geld zurück.

Wer sich nicht ganz sicher ist, ob er für Seekrankheit anfällig ist, soll sich besser ein Mittel geben lassen. Das Mittel ist ein weißes Pülverchen, dass in Wasser gelöst wird und von ziemlich vielen daraufhin in Anspruch genommen wird.

Wenn es jemanden während der Fahrt schlecht wird, dann soll er bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte nach draußen gehen. Auf keinen Fall in die Restrooms. Dort wird es nur noch schlimmer. Hinten an der Reeling wäre der richtige Ort.

Nach diesen aufmunternden Worten fing dann das Boarding an. Auf dem Weg ins Schiff wurde man noch mit Schnorchel Ausrüstungen versorgt.

Als erstes gabs Frühstück an Bord. Das Büffet ist im Preis enthalten und alle machten sich gleich ganz gierig darüber. Sonst hat man ja auch nichts, was man anschließend an der Reeling entsorgen könnte. Wir waren uns nicht ganz sicher, ob Frühstück jetzt eine gute Taktik wäre. Auf der anderen Seite, wir hatten ja noch nichts im Magen. In puncto Seekrankheit auch nicht optimal. Also haben wir es den restlichen 55 Amerikaner gleich getan und sind ans Büffet ran.

Jetzt ist Büffet ein ziemlich großes Wort für dieses Frühstück. Es gab vor allem süße Stückchen und Sandwiches zum selber machen. Dazu Kaffee und Orangensaft. Ach ja und Obst gab es auch noch. Das Frühstück musste vor Start dann auch beendet sein. Ihr erinnert euch an die Worte des Captains - stürmische Überfahrt.

so sah es im Inneren des Katamarans aus. In der Mitte die Küche und außenherum die Sitzgruppen mit Tische.

Außer dem Kapitän waren noch 3 weitere Mannschaftsmitglieder an Bord, die für das Essen sorgten und ansonsten vor allem darauf achteten, dass sich auch wirklich keiner während der Fahrt im Inneren des Katamarans übergibt. Als unsere Kleine vor Müdigkeit den Kopf auf den Tisch legte, war einer der Crew gleich zur Stelle um zu fragen, ob ihr schlecht wäre. War ihr aber nicht, sie war nur müde.

So nach einer Stunde merkte man, wie sich die Reeling am Ende des Schiffes langsam mit Menschen füllte. Das Super-Pep gegen die Reiseübelkeit hat aber ganze Arbeit geleistet. Von Übelkeit keine Spur bei uns. Allerdings hatte der Kapitän Recht, inside des Restrooms wurde einem relativ schnell schlecht. Da wackelte es ganz schön.

Nach 2,5 Stunden Fahrt erreichten wir dann endlich Dry Tortuga.

Lageplan der Insel

die Fast Cat ist das hintere Schiff

Dry Tortuga selber ist nicht sehr groß. Es besteht vor allem aus dem Fort Jefferson, einem Nord-, und einem Südstrand. Dazu gibt es noch einen kleinen Campingplatz mit Picknicktischen.

Die angebotene Tour des Fort Jefferson haben wir ausgelassen. Das Fort wollten wir später auf eigene Faust erkunden. Wir waren viel mehr scharf darauf unsere Schnorchel Ausrüstung auszuprobieren. Unsere Kollegen auf der Fast Cat haben sich in der Mehrzahl an den Picknicktischen und dem Südstrand breit gemacht. Wir sind zum Nordstrand gegangen. Dort waren wir zu Anfang ganz allein und auch später kamen nur wenige dazu. Dagegen drängelten man sich am Südstrand ganz schön. Warum und wieso weiß ich auch nicht. Nord- und Südstrand unterscheiden sich nicht.

Zum allerersten Mal war ich hier beim schnorcheln und es hat einfach Spaß gemacht, obwohl ich kein Wasserfan bin. Wer weiß, was sich im Wasser so alles tummelt. Als Landratte war es schon ein komisches Gefühl im Meer zu schwimmen und unter sich die Fische, Schildkröten und was weiß ich noch alles zu sehen. Einmal hat sich ein Fisch, als ich im nachschwamm rumgedreht und mich angemotzt. Nein wirklich, er hat mich angemotzt. Zumindest hat es so ausgesehen. Verstanden habe ich ja nichts, außer dem Wink mit dem Zaunpfahl. Wir sind daraufhin getrennte Wege geschwommen.

Nach ca. einer Stunde schnorcheln war, dann schon wieder Zeit für das Mittagessen. Das wurde wieder auf dem Katamaran verabreicht. Das Mittagessen bestand aus Brot, Obst, Früchte, Nudelsalat und Kartoffelsalat. Danach haben wir uns aufgemacht, die Insel zu umrunden. Da das relativ schnell geschehen war, hatten wir wieder etwas Zeit fürs schnorcheln.

Eine 3/4 Stunde vor der Rückfahrt haben wir unsere Badesachen zusammengepackt und sind auf Erkundungstour des Fort Jefferson gegangen. Das Fort kann man wie erwähnt auch ohne Tour besichtigen.

Jetzt einmal ganz ungewohnt für meine Reiseberichte ein kurzer geschichtlicher Hintergrund.

1825 wurde zum ersten Mal auf Dry Tortuga ein Gebäude errichtet, ein Leuchtturm, der Schiffe vor den gefährlichen Riffen der umliegenden Gewässer warnen sollte. Gleichzeitig entwarf man weitreichende Pläne für die Insel. Man wollte ihre exponierte Lage militärisch nutzen, um den Golf von Mexico besser kontrollieren zu können. Der Plan für eine Befestigungsanlage auf den Dry Tortugas ging bereits auf Präsident Thomas Jefferson zurück (1801-1809). Aber erst 1846 begann man mit dem Bau des nach ihm benannten größten Küstenforts der USA mit 2 m dicken Mauern, ausgelegt für 450 Kanonen und eine Besatzung von 1.500 Soldaten.

Am Anfang wurde das Fort von Sklaven aufgebaut. Nach Abschaffung der Sklaverei brachte man verurteilte Straftäter und Kriegsgefangene aus dem Bürgerkrieg auf die Insel. Das Ganze stand allerdings von Anfang an unter keinem guten Stern. Die Bauarbeiten kamen nur schleppend voran. Die ersten Mauern begannen bereits kurz nach Fertigstellung im weichen Sanduntergrund abzusacken. Später wurde ein Teil der Anlage von einem Orkan beschädigt. So zog man schon 1874 die wenigen dort effektiv stationierten Soldaten ab und überließ Fort Jefferson dem Zahn der Zeit.

Seit 1992 bilden die 7 Inseln der Dry Tortugas (Fort Jefferson befindet sich auf Garden Key) einen Nationalpark. Den wenigsten besuchten der USA.

Um 14.30 Uhr startete unser Katamaran wieder in Richtung Key West. Boarding für die Rückfahrt war um 14.15 Uhr. Leider waren wir, als wir um 14.13 Uhr zum Katamaran kamen bereits so ziemlich die Letzten. Wir bekamen nur noch einen Platz zum Rückwärtsfahren. Wir haben wieder alle, bis auf meine Frau, Super-Pep eingeworfen. Viele der Amerikaner hatten Pflaster hinterm Ohr oder wie bereits erwähnt ein Pülverchen von der Crew. Die, die nichts hatten oder nahmen, waren entweder alte Seebären oder hatten ihren Stammplatz an der Reeling.

Um 17 Uhr liefen wir wieder in Key West ein. Wir machten noch einen kurzen Boxenstopp im Motel und gingen dann zum Essen in einen Dennys. Ein sehr ereignisreicher Tag ging zu Ende.

PERSÖNLICHES ZU DRY TORTUGA

Heute war mein Geburtstag. Zum zweiten Mal in Folge kann ich meinen Geburtstag in den USA feiern. Dieses Mal mit Familie. Die Fahrt nach Dry Tortuga war deshalb etwas ganz besonderes. Der Nationalpark ist der am wenigsten besuchte in den USA. Kunststück, die Anfahrt ist weder leicht noch schnell, noch billig. Aber es hat sich gelohnt.

70 Meilen von jeder Zivilisation entfernt zu sein, ist ein Gefühl dass man nur ganz selten hat. Das Schnorcheln war einfach toll und das Fort unerwartet groß auf diesem kleinen Island.

Wenn man etwas negatives zu dieser Fahrt sagen will, dann war es die Anfahrt an sich. Ob jetzt 5 Stunden raue Seefahrt das alles wert sind, muss jeder für sich selber entscheiden. Letztendlich kommt auch noch der Preis dazu. Ich habe es aber nicht bereut, dass mich meine Frau dazu überredet hat. Wahrscheinlich werde ich diese Fahrt aber kein zweites Mal mehr machen. Dies ist ein Abenteuer, dass man nur einmal erlebt.

ENDE

Ich hoffe ihr konntet euch ein wenig wegträumen. Bei mir hat es funktioniert. Morgen werden wir dann eine Zeitreise in das Jahr 2010 antreten. Ich hoffe ihr seid dabei.

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