Wenn ich am Reisebericht schreiben etwas hasse, dann sind es die letzten Tage. Der letzte Tag ist immer traurig, ist irgendwie gebraucht. Man würde am liebsten den Tag einfach überspringen. Den ganzen Tag liegt etwas drückendes über einem, es ist halt der letzte Tag. Was soll ich sagen, jeder Urlaub ist zu kurz. Dieser aber ganz besonders.
Schließen wir die Einleitung wieder einmal mit den Worten des unentschlossenen Ninja-Kämpfers - Naja.
Leider muss ich mich jetzt outen. Dieser Reisebericht wurde Wochen nach dem Urlaub geschrieben. Ich weiß, ich weiß, ist nicht ganz so authentisch wie ein Live-Reisebericht wäre. Aber ich hatte so überhaupt keine Lust, als wir in Schweden waren, am Abend noch etwas in den Laptop zu hämmern. Ich werde langsam alt. Aber die Reise hatte einen Reisebericht verdient. Vor 3 Jahren waren wir in Kroatien. Ein supertoller Urlaub, aber leider hatte ich damals versäumt einen Reisebericht nachzuschieben. Finden wir heute noch traurig. Dafür gibt es einen wunderschönen Film über die Reise, der aber leider aufgrund der vielen Sequenzen von Winnetou-Filmen und Game of Thrones Bezügen nicht veröffentlichbar ist. Schade! Für euch! ich kann den Film ja permanent schauen.
Kommen wir zum obigen Bild und den Grund warum ich überhaupt darüber schreibe, also über das verspätete schreiben. Diese Kirche steht irgendwo in Schweden, soviel ist sicher. Wo sie ist, wie sie heißt oder was das interessante an der Kirche ist, kann ich beim besten Willen nicht mehr sagen. Fällt mir nicht mehr ein und auch meine Frau konnte nicht weiterhelfen. Also bleibt das Bild einfach so ohne Erklärung stand-alone stehen.
Die Fahrt von unserem Campingplatz bis zum ausgesuchten Ziel war auf jeden Fall heute nicht ganz kurz. Immerhin mussten wir erst einmal über 200 km hinter uns bringen bis wir am Söderåsen Nationalpark angekommen waren. Womit wir beim Thema sind:
Beim Klick auf das Bild gibt es nähere Informationen über diesen Nationalpark. Ich kann euch soviel sagen:
Nicht weit östlich von Helsingborg gibt es mehrere Bergrücken mit Buchenwäldern, dramatischen Tälern und schnell strömenden Wasserläufen. Die Aussichten über die schonische Landschaft sind grandios. Das Gebiet ist hauptsächlich von Buchenwäldern bewachsen und besitzt einen der größten zusammenhängenden Edellaubwälder Nordeuropas.
Wie ihr richtig vermutet, haben wir hier eine Wanderung herausgesucht. Näheres wie immer hinter dem Link - Söderåsen Nationalpark
Gewandert sind wir hier 8.1 km und 241 Höhenmeter. Unterwegs waren wir knapp 3 Stunden. Wie immer natürlich mit relativ vielen Pausen. Wir haben ja Urlaub und sind nicht auf der Flucht.
Ein paar Impressionen habe ich für euch noch vom Nationalpark. Ich bin aber sehr überrascht wie wenig ich tatsächlich fotografiert habe. Ich habe viel mehr gefilmt in diesem Urlaub, bin aber blöderweise noch nicht dazu gekommen, das ganze Gefilme einmal zu sichten und zu schneiden. Außerdem suche ich immer noch nach einer Software, die mir sozusagen das Schneiden des Filmes abnimmt. Sprich ich lade einfach alle Filme hoch und die Software macht daraus sowas wie einen unglaublich schönen und interessanten Urlaubsfilm mit Musik, Text und allem drumherum. Ich befürchte aber, diese Software muss erst noch geschrieben werden. Die KI ist wohl noch nicht ganz soweit und meine eigene Intelligenz hadert immer ein wenig mit der Schneidesoftware.
Zunächst geht es durch Buchewälder bergauf zu einem Aussichtspunkt. Von dort hat man dann Sicht auf den Eingang des Parks und den dortigen See.
Man läuft an alten Bäumen und ihren Bewuchs vorbei
Aussichtsstellen findet man immer wieder.
Ein Bild "at the top of the mountain" zeigt die Landschaft zu den 4 Jahreszeiten. Wir selbst hatten ja nicht die Zeit solange zu warten.
Anschließend ging es relativ steil wieder hinunter ins Tal.
Im Tal an einem Flusslauf entlang, um etwas später auf der anderen Seite wieder den Berg hinauf zu schnaufen. Oben angekommen gab es wieder eine kleine Rast. Zurück ging es auf der anderen Talseite und am Ende wieder relativ steil hinunter zum Parkeingang.
Auf der anderen Seite des Tals kann man eine der Aussichtsstellen des Hinwegs sehen.
Zeit für ein schlechtes Selfie, nur um die Landschaftsbilder aufzulockern.
Nochmals ein Bild von weiter oben.
Tja und dann waren wir wieder am Ausgangspunkt angekommen. Die letzte Wanderung des Urlaubs war Geschichte. Etwas Hunger hatte sich jetzt ebenfalls bei uns angeschlichen, ohne dass wir dies hätten abwenden können. Außerdem mussten wir auch noch irgendwo unsere digitale Anmeldung bzgl. der Einreise in Deutschland übermitteln.
Wir suchten uns in der Nähe von Malmö einen Pizza Hut heraus und steuerten den auf direktem Wege an. Ich habe euch die Wegbeschreibung hier einmal verlinkt, falls ihr in der Nähe seit und etwas zum Essen suchen würdet - Link
Wer keine Lust auf Pizza Hut hat, kann hier gleich nebenan auch zum Subway oder Mäcci gehen. Ebenfalls gleich nebenan gibt es einen Burger King. Auf der gegenüberliegenden Seite könnte man auch noch einen KFC und einen Max Burgers Laden finden. Man könnte also sagen, man ist hier auf der Fressmeile Malmös angelangt. Die, nur nebenbei erwähnt, auch stark von den Schweden frequentiert wird.
Im Pizza Hut sitzend versuchten wir dann unsere digitale Einreise zu organisieren, erfuhren hier, dass wir uns weder digital anmelden, noch testen lassen müssen, geimpft waren wir schließlich auch noch nicht. Da sich die Regeln für Einreise ständig und grundlos ändern, gibt es sowieso keinen Grund sich zu lange im voraus darüber Gedanken zu machen. Nach Sinnhaftigkeit dieser Regeln habe ich schon lange aufgegeben zu suchen.
Wir waren etwas frühzeitig in Trelleborg und parkten deshalb noch etwas außerhalb, um uns noch die Beine zu vertreten bzw. den vollen Bauch vom Pizza Hut noch etwas Auslauf zu geben. So konnten wir noch unsere Fähre beim Einlaufen in den Hafen zusehen.
Das Einchecken in Trelleborg am Hafen ging wieder völlig ohne große Bürokratie vonstatten. Anschließend irrt man ein wenig über den Hafen. Wir mussten von rechts nach links und von links nach rechts, aber es war ja gut beschildert alles. Kaum standen wir in unserer Reihe fuhr die auch schon wieder los und auf die Fähre.
Die Nacht werden wir auf der Ostsee verbringen und morgen dann gut ausgeruht nach Hause fahren. Das wäre der Plan. Schön wenn er genauso durchgezogen werden könnte.
Ein letztes Foto der Peter Pan, die uns wieder nach Deutschland gebracht hat. Das wars für dieses Jahr in Schweden. Wir kommen aber wieder, versprochen und dann werden wir viel weiter nach Norden vordringen.
Jetzt fehlt nur noch das Fazit des Urlaubs. Für alle die Lust drauf haben, einfach zur nächsten Seite klicken.